Von dem Wandel im Neuperlach über die letzten Jahren bin ich sehr positiv überrascht. Es ist viel ruhiger und friedlicher geworden, als es noch vor 10 Jahren war.

Davor war es halt so, dass die Jugendlichen wenig Space hatten, wo sie etwas machen können. Und deswegen sind sie immer auf den Straßen rumgelaufen und haben dort halt ihre Erfahrungen gemacht. Das war nicht so toll und brachte Kriminalität, Drogen, etc...

Seitdem hat sich einiges getan in Neuperlach. Und gerade hier bei uns im Viertel kommen wir heutzutage multikulti alle miteinander zurecht. Jeder bei uns - egal ob Moslem, Christ oder jemand von sonstiger Zugehörigkeit - kann das leben, wie er will, und das egal ob alt, jung, schwarz, weiß - wir kommen alle klar. Und wenn es Ausgrenzungen gibt, dann hält auch Neuperlach mal ab und zu zusammen und demonstriert mal gegen eine andere Bewegung. >lächelt<

Es gibt aber noch anderswo Handlungsbedarf. In diversen Stadtteilen in München fehlt es noch an Jugendeinrichtungen und vor allem an Jugendcafés oder mal eine Disco ... gut, in der Innenstadt nicht, aber so in der Peripherie oder drum rum müsste noch einiges gemacht werden.

Und ansonsten, mei ... München ist recht reich - da man könnte man künstlerisch noch mehr bewegen und fördern. Da gibt es z.B. viele Bands in München, und auch gerade in Neuperlach, welcher ja schon als kleiner Hip-Hop City gilt. Oder auch was Malen betrifft - wir haben ja auch ein paar super Malerinnen oder Illustratorinnen im Viertel, die Comics zu dem Thema zeichnen. Wir haben auch eine Galerie da vorne, wo wir ausstellen können. Wir haben einen Tanzraum. Das könnte man alles verbinden. Alles was Kunst, Kultur, Musik ist - das gehört für mich zusammen.

April 2018 isch/sk

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