Ich bin hier in München geboren, lebe in Hadern, arbeite bei einer Vertriebsagentur und mache Werbung für die Süddeutsche Zeitung.

Das Gefühl Miteinander in München ist bei mir zweigeteilt, schon fast 50/50. Es gibt die Situation, dass jeder gegen jeden ist, es gibt aber auch den Moment, dass man gemeinsam aktiv wird, miteinander gestaltet. 

Ich bin politisch aktiv und die Erfahrung zeigt, dass durch gemeinsames diskutieren oft ein guter Kompromiss für beide Seiten gefunden wird. Und das ist die Basis für das miteinander, leben und leben lassen.

Natürlich gibt es in der Großstadt viel Anonymität, aber es gibt auch viele Möglichkeiten, mit anderen aktiv zu werden. Für mich beispielsweise hier am SZ-Stand ergibt sich immer wieder ein Gespräch mit Menschen von hier, aus anderen Städten, anderen Regionen der Bundesrepublik , Europas oder aus der ganzen Welt.

Klar ist München eine offene Stadt, das zeigen alleine die starke Zuwanderung und die vielen, vielen Touristen, die diese wunderbare Stadt bereisen. Deshalb bleibt es auch eine Herausforderung, das Leben so zu gestalten, dass man dieses Nebeneinander mit dem Miteinander kombiniert. Und das gehört zur Verantwortung jedes Einzelnen, dass dieses Miteinander hier in dieser Stadt lebt.

Gelebtes Miteinander – ja, alleine die vielen Kulturveranstaltungen in der Stadt oder die vielen Sportvereine, da wird doch das Miteinander praktiziert. Und gehen Sie nur mal auf den Viktualienmarkt, da trifft man fast immer jemand, den man kennt, weil man schon mal was gemeinsam gemacht hat, oder einfach nur vom Sehen. München ist ein Dorf, ein Millionendorf.

Die Verkehrspolitik ist eine Katastrophe, und wie immer in einer Großstadt gestresste und hektische Menschen, auf dem Weg in die Arbeit oder weil schnell etwas erledigt werden muss. Aber es geht auch anders - das heutige Stadtgründungsfest, wie schön und wie leicht ist es, mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Juni 2017 km/pb

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