Wir wohnen seit 40 Jahren in München. Ich bin mit einer Peruanerin verheiratet und wir haben ein kleines Kind.

Früher habe ich in Großhadern gewohnt. Seit 10 Jahren lebe ich in der Isarvorstadt. Das „Miteinander“ ist unterschiedlich in den einzelnen Stadtvierteln. In Großhadern es ist viel spießiger als in der Isarvorstadt. Das liegt an der Gesellschaft und der Altersstruktur.

Für mich ist das „Miteinander“ sehr wichtig. Man muss mit den Leuten ins Gespräch kommen. Ich rede viel mit den Leuten hier im Viertel. Auf den vielen Spielplätzen trifft man andere Eltern und kommt so in Kontakt mit ihnen. Auch Hunde helfen viele Leute kennenzulernen. Außerdem kaufen wir viel in den kleinen Läden ein. Da kommen immer die gleichen Kunden und man spricht miteinander.

Ich engagiere mich auch ehrenamtlich und lerne somit viele Leute aus dem Viertel kennen.

Schade finde ich es, dass es im Winter nur wenige Indoorspielplätze gibt, wo man mit Kindern hingehen kann, sie spielen und Lärm machen können, ohne dass sich jemand beschwert und ohne dass man einen Kaffee nach dem anderen trinken oder etwas essen muss. Es gibt hier zwar einen „Winterspielplatz“ wo man hingehen kann, der hat aber nur ein- oder zweimal in der Woche für ein paar Stunden geöffnet. Der andere ist „Zuckertag“ in der Ehrengutstraße, das ist einerseits eine KiTa aber die haben ein Café in dem man etwas essen und trinken kann und indem es WLAN gibt, so dass man ein bisschen arbeiten kann. Vor allem gibt es einen Spielbereich wo man für 10 € im Monat nachmittags immer hingehen kann ohne etwas verzehren zu müssen. Das Café ist jeden Tag von Montag bis Freitag und ich glaube auch am Samstag geöffnet. Das ist ein sehr gutes Angebot, aber es könnte noch mehr solche Gelegenheiten geben.

Ansonsten wüsste ich nicht was an diesem Viertel noch zu verbessern wäre. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Es ist eines der coolsten Viertel in München.

Juni 2018 mb/sk

Zurück