Ich bin hier geboren und aufgewachsen und lebe jetzt in Sendling. „Miteinander in München“ heißt für mich, raus zu gehen, auf die Leute zu zugehen und miteinander reden.

Ich habe drei Jahre im Ausland gelebt. Nach meinen Erfahrungen trauen sich die Menschen hier weniger, mit anderen in Kontakt zukommen. Sie sind auch viel mit eigenen Dingen beschäftigt. Wenn man sie aber abholt und etwas findet, das sie interessiert, sind sie mit Begeisterung dabei. Sie haben dann auch Lust, mit Fremden zu reden und Kontakt aufzunehmen.

Als ich von meinem Auslandsaufenthalt zurückkam, habe ich mich mehr für die alternative und nachhaltige Szene interessiert und engagiert. Ich habe bemerkt, dass die Stadt viel offener geworden ist und es viele Initiativen in Zusammenhang mit den Flüchtlingen gibt. Auch beim Foodsharing sind die Menschen hoch motiviert und haben Freude daran, etwas Neues auszuprobieren. Dabei legen sie auch das „Verkopfte“ und Traditionelle mehr und mehr ab.

Besonders positiv nehme ich die Schnibbelparties in der Glockenbachwerkstatt wahr. Hier sitzen zunächst Fremde mit Fremden, die danach als Freunde die Party verlassen und sich bei der nächsten wiedersehen. Solche Events sollten im öffentlichen Raum noch präsenter werden und noch etwas mehr Unterstützung von der Stadt erhalten.

August 2016 mb/isch

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