Ich lebe seit 31 Jahren in München, also seit meiner Geburt. Meine Wohnung liegt im Olympiadorf.

„Miteinander in München“ bedeutet für mich, alle Mitbürger wert zu schätzen, aufeinander zu achten und gemeinsam Dinge zu tun, statt neben einander her zu leben.

Das gilt besonders für das eigene Wohnumfeld; Interesse sollte man auch am Leben der Menschen in anderen Stadtvierteln zeigen.

Mit den Flüchtlingen, die in letzter Zeit kamen, gab es sicherlich viele positive Begegnungen, aber auch negative Entwicklungen. Ich habe nicht den Eindruck und wünsche es mir auch nicht, dass in München die Stimmung kippt.

Derzeit arbeite ich als Umweltbildungsreferent in Pullach bei München. In einem unserer Projekte haben Jugendliche, die geflüchtet sind, und junge Einheimische für sich herausgefunden, was für sie ihr Pullach ausmacht. Total spannend waren die unterschiedlichen Sichtweisen zum Lebensumfeld. Die jungen Leute sind auch gemeinsam in die Münchner Innenstadt gefahren, um „ab zu hängen“ und mit anderen Menschen zu reden.

Schön wäre es, wenn München tolerant bleibt, d.h. jeden so lässt wie er ist, und wenn Alteingesessene und Neubürger sich das Leben nicht gegenseitig schwer sondern leicht machten.

August 2016 mb/isch

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