Für uns sind ein guter Umgangston und der Respekt vor fremden Kulturen wichtig. Dass man sich einfügt und nicht ausgrenzt, das macht für uns das Lebensgefühl einer Stadt aus. Wir finden, dass man in München oft positive Erfahrungen macht, wenn man unterwegs ist.

Rempelt man aus Versehen jemanden an, wird man nicht gleich angeschrien sondern man kommt miteinander ins Gespräch und fragt, was der andere so macht.

[Sie:] Als ich letztens die Rolltreppe der U-Bahn hochgefahren bin und Geld aus meiner Tasche heraus hing, hat mich jemand angesprochen: „Ja, pass doch auf, Du verlierst gleich Dein Geld.“ In anderen Städten hätten sie wahrscheinlich gewartet, bis das Geld heraus fällt, um es dann zu nehmen.

Für uns gehören zum typischen Miteinander das Bier und generell die Biergarten-Kultur. Nicht nur, dass Alkohol verbindet sondern auch, dass man sich auf einen freien Platz neben jemanden setzt, den man nicht kennt, mit ihm redet und anstößt und die Hemmschwelle damit wegfällt.

Für die Zukunft würden wir es gut finden, wenn die Generation, die jetzt aufwächst, also die Jugendlichen, die gerade so alt sind, dass sie in die Clubs dürfen, etwas cooler wird. Mit ihnen kommt man nicht so klar, weil sie von den Medien gesteuert sind.

Außerdem sollte das „Spießbürgerliche“, das manchen noch anhaftet, abgelegt werden.

August 2016 mb/sk

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