Ich lebe seit sieben Jahren in München. In meinem Viertel, Schwabing-West, gibt es breites kulturelles Angebot – auch für Kinder - das überwiegend vom Ackermannbogen e.V. organisiert wird. Vor zwei Wochen hatten wir am Wochenende eine Gemeinschaftsveranstaltung mit Hof-Flohmarkt und anschließendem Live-Konzert.

Dort war ich mit meinem Sohn. Wir haben andere Eltern mit Kindern getroffen, ein bisschen getanzt und geredet – es war schön! Hier am Ackerbogen gibt es Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Selbst die große Anzahl von Personen, deren Herkunft der arabische Raum und Afrika ist, kommt gut miteinander klar. Es fühlt sich nach einer Gemeinschaft an. Im Englischen würde man es eine „community“ nennen.

Ich wünsche mir, dass es so bleibt. Als ich das erste Mal in 2006 für drei Monate nach München kam, war die Stadt echt „weiß“. Da ich aus Australien komme, war ich überrascht, dass es in München so wenig Ausländer gab. Ich halte es für gut, dass sich das geändert hat. Wenn die Leute nur in ihrer Kultur verhaftet bleiben, finden weder ein Austausch mit anderen Völkern noch eine kulturelle Entwicklung statt.

Juli 2016 isch/sk

Zurück