Ich wohne in Augsburg, komme aber etwa 20 bis 30mal im Jahr nach München. Ich arbeite hier öfter als Handwerker. Außerdem besuche ich jedes Jahr das Tollwood-Festival und das Oktoberfest.

Alle paar Monate gehe ich in die Stadt. Da sitzt man schön beieinander, trinkt irgendetwas, und es ist gemütlich. Es gefällt mir besser als in Augsburg, wo ich täglich bin. Nach 40minütiger Zugfahrt genieße ich einfach die Atmosphäre in München. Da ich gesprächig bin, lerne ich beim Zusammensitzen Fremde kennen, mit denen ich mich austausche. Die Menschen hier sind anders als in Augsburg oder Stuttgart. Es herrscht mehr Offenheit und Lockerheit. Es gibt noch Spontaneität. Es treffen mehrere Kulturen aufeinander. In Augsburg sind die Menschen eher verschlossen, stehen früh auf und haben ein Ziel. Das merkt man auch auf dem Tollwood-Festival: da trifft sich alles, und es lebt alles. Die Menschen sind da, um zu feiern, Spaß zu haben und nicht an die Arbeit zu denken.

Ich wünsche mir, dass solche Festivals auch in Zukunft friedlich ablaufen, dass sich die Menschen verstehen und dass ihnen diese Plätze nicht weggenommen werden nach dem Motto: immer weniger Natur, weniger Grün, dafür aber mehr Profit. Wichtig ist, dass das Menschliche nicht stirbt!

Juli 2016 isch/sk

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