14 Jahre ist es her, seit ich in München „zugereist“ bin. Vom ersten Tag, nein - von der ersten Minute an habe ich mich hier wohl gefühlt. Obwohl ich zwischenzeitlich mehrmals im Ausland lebte, ist meine Heimat München. Bis auf Manches funktioniert das Miteinander hier ganz gut.

Hier meine Geschichte dazu: Malen ist mein Hobby.

Ich bin jetzt soweit, dass ich gern ausstellen würde. Zufällig fand ich einen Laden, wo Ausstellungen von der Stadt München organisiert und durchgeführt werden. Von einem jungen Tibeter, der dort ausstellte, erfuhr ich die Anschrift des Veranstalters.

Bei meinem Anruf bei der zuständigen Stelle fragte mich der Herr am Telefon freundlich und zuvorkommend nach meiner Vita und meiner Kunst. Als er - wohl an meiner Stimme - erkannte, dass ich schon etwas älter bin, erklärte er mir wiederum sehr freundlich, dass in diesen Räumen nur junge Künstler gefördert werden dürfen.

Nachdem ich die erste Enttäuschung überwunden hatte, bat ich ihn, zumindest einmal im Jahr Ausstellungen für die älteren Künstler in bezahlbaren Räumen zu organisieren. Schließlich sind wir auch Teil der Gesellschaft und wollen unser Leben in dieser Kommune aktiv gestalten und nicht beiseite geschoben werden.

Juni 2016 isch/pb

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