Es kommt auf die Situation an, wie wichtig es mir ist, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Zum Beispiel habe ich in München einmal das Piano Projekt „Play me, I'm yours“ organisiert (bei dem Pianos in der Öffentlichkeit aufgestellt und von jedem Passanten bespielt werden können).

Die Idee ist die gleiche: ich finde es wichtig, dass Leute sich austauschen aber gleichzeitig will ich natürlich auch meine Ruhe haben, wenn der Moment es erfordert. Eine gewisse Offenheit, sich in der Straßenbahn "Hallo" zu sagen ist ok, das finde ich schön. Man muss sich nicht gegenseitig ausschließen.

Für mich heißt miteinander: Wir haben gerade einen verlorenen Hund gefunden; sich darum „miteinander“ zu kümmern, jemand ruft die Polizei, die anderen kümmern sich um den Hund. Man kennt sich nicht aber man vertraut sich so sehr, dass jeder dem anderen hilft, ohne dass man sich vorher persönlich gekannt hat.

Für die Zukunft wünsche ich mir ein "open mind set", eine offene Einstellung gegenüber Neuem. Die Flüchtlingslage ist ein schönes Beispiel. Nur weil etwas Neues auf uns zukommt, heißt das nicht, dass wir uns abschotten und rechtsradikale Parolen schreien müssen, um unseren Standpunkt zu erklären.

Mai 2016 mb/ap

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