Ich bin Münchner und wohne seit zwei Jahren in der Nähe vom Sendlinger Tor. Für mich ist es wichtig, andere Kulturen kennenzulernen. Gerade auch für sich selber, um in zwischenmenschlichen Beziehungen dazulernen zu können.


Um ein Beispiel zu nennen, ich gehe noch zur Schule, und gerade dort kommt man mit vielen Schülern aus unterschiedlichen Ländern zusammen. In der Freizeit hat man dann oft die Gelegenheit, sich mit ihnen zu unterhalten und Kontakte aufzubauen. Für mich bedeutet „Miteinander“ keine Schranken aufzubauen und offen miteinander leben zu können. Nur der Mensch zählt, nicht die Herkunft.

Ich gehe auf die Berufsoberschule München, an der über 40 verschiedene Sprachen aufeinander treffen, wodurch dort ein starkes kulturelles Miteinander herrscht. Und als Nebenjob arbeite ich am Gärtnerplatz, wo viele Leute aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam musizieren, und auch hier zählt nur wieder der Mensch an sich.

Ich finde, man sollte vorsichtig an die Dinge herangehen, die auf uns zukommen und überlegen, ob wir so etwas wie die Pegida wirklich brauchen. Aber es ist auch wichtig, solche extremen Ansichten nicht zu verbieten, sondern zuzuhören, was sie zu sagen haben. Zusammen kann man dann versuchen eine Lösung zu finden, sofern dies möglich ist. Kommunikation ist sowieso das Wichtigste.

Mai 2016 mb/ap

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